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Haspa zieht mit 1500 Beschäftigten in die City Süd

46 000 Quadratmeter für neues Dienstleistungszentrum angemietet - 2006 bezugsfertig - 100 Millionen Euro Investitionsvolumen

von Gisela Schütte

Diese Woche wurde in Hamburg das größte Immobiliengeschäft des Jahres perfekt gemacht. Die Deutsche Immobilien AG, ein Unternehmen der Deutschen Seereederei Gruppe (DSR), schloss mit der Hamburger Sparkasse einen Mietvertrag über 15 Jahre für ein Dienstleistungszentrum mit rund 46 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Der Handel ist ungewöhnlich wegen des Umfangs und weil damit das erste Mal seit Beginn des Abschwungs am Büromarkt vor drei Jahren ein so großer Abschluss getätigt und zudem ein Neubau komplett vorvermietet wurde. Der Mietvertrag ist sogar einer der größten der letzten Jahrzehnte.

Die Haspa will in den Komplex mit rund 1500 Mitarbeitern einziehen und damit einen zentralen Standort für den Backoffice-Bereich in der City Süd einrichten. Das Investitionsvolumen für den Neubau beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro.

Das Bauvorhaben wird am Wikingerweg 1 realisiert und bringt dem Geschäftsstandort neuen Schub. Der Startschuss fällt Anfang kommenden Jahres. "Wir beginnen im Januar 2005. Das Gebäude soll im Juli 2006 bezugsfertig sein", sagte Frank Bohlander, Geschäftsführer der Deutschen Immobilien Projektentwicklungsgesellschaft mbH.

Das Neubauvorhaben wird vom Architektenbüro Bernd Leusmann für das Geldinstitut maßgeschneidert. Es bietet auf sieben Etagen Flächen, die sich gleichermaßen für moderne Teamraum- oder Kombilösungen eignen. Die Arbeitsplätze sind klar strukturiert und optimal beleuchtet - auch im Hinblick auf die Bildschirmtätigkeit. Insgesamt drei Innenhöfe führen den Räumen Tageslicht zu. Diese Innenhöfe, die zum Teil überdacht und insgesamt begrünt sein werden, sollen den Beschäftigten Freiflächen zur Erholung und Kommunikation bieten. Der größte Innenhof wird als "Haspa-Campus" den zentralen Dreh- und Angelpunkt des Gebäudes darstellen und ein Mitarbeiterrestaurant, ein Konferenz- und Bildungszentrum sowie eine Cafeteria mit Außenplätzen einschließen.

"Mit der Konzentration unserer Backoffices an einem Standort stellt sich die Haspa als Dienstleister zukunftsorientiert auf", sagte Vorstandssprecher Karl- Joachim Dreyer. "Wir werden so Prozesslaufzeiten und Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen optimieren und Kosten einsparen."

Der Wirtschaftsstandort City Süd hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Das Bauvorhaben liegt in der Tat im Trend einer neuen Entwicklungsstufe in der City Süd, mit der die letzten Brachen schrittweise erschlossen werden. Zuletzt wurde ein Büro- und Wohnungsbauvorhaben am Sonninkanal spruchreif, mit dem nicht nur neue Geschäftsflächen, sondern auch zusätzlicher Wohnraum in dem Quartier geschaffen werden soll. Es geht um rund 150 Einheiten.

Artikel erschienen am Sa, 17. Juli 2004

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